Streit im AKH

Politik | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

Die Abberufung des Intensivmediziners Michael Zimpfer als Leiter der Uniklinik für Anästhesie und Intensivmedizin im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) hat im Dezember für heftige Debatten gesorgt. Pflichtverletzungen und Vertrauensverlust seien die Gründe für die Abberufung des Chefs der mit 172 Ärzten größten Spitalsabteilung Europas, ließ Rektor Wolfgang Schütz verlauten. Zimpfer und sein Anwalt wiesen alle Gründe für die Abberufung zurück und kündigten Klagen an. Zimpfer, der sich selbst gerne als "Promiarzt" in bunten Blättern präsentiert, sorgte in Zeitungen und Zeitschriften für den Eindruck, dass man ihn an der Aufdeckung "der Freunderlwirtschaft und Seilschaften, die das AKH zusehends beherrschen und lähmen", hindern wollte. Auch über seine neuesten Liebschaften durfte man bereits nachlesen.

Der Universitätsrat, höchstes Gremium der Uni, sah in Zimpfers Aussagen eine "gravierende Verletzung des akademischen Verhaltens" und solidarisierte sich demonstrativ mit dem Rektor. Der Intensivmediziner habe durch das Vermischen von Privatem und Öffentlichem das Ansehen der Universität beschädigt.

Rektor Schütz hat sich bisher mit öffentlichen Kommentaren zurückgehalten.

Nun sprechen beide über die Causa Zimpfer - aus begreiflichen Gründen in einem Streitgespräch, das separat geführt wurde.


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