Die Macht der Migranten

Politik | Isolde Charim | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

GLOBALISIERUNG Früher waren Immigranten Gäste. Heute stellen sie politische Forderungen - was bedeutet das für die Politik der Nationalstaaten? Ein Gespräch mit der Globalisierungstheoretikerin Saskia Sassen.

Die amerikanische Soziologin Saskia Sassen zählt zu den profiliertesten Globalisierungs- und Migrationstheoretikerinnen. In ihrem gleichnamigen Buch prägte sie den Begriff der "Global City". Sie lehrt in New York und London.

Falter: In Ihrem neuesten Buch "Das Paradox des Nationalen" ist die Veränderung der Institution "Staatsangehörigkeit" ein zentrales Thema. Wie würden Sie diese definieren?

Saskia Sassen: Ich denke, in der Diskussion um Fragen der Staatsangehörigkeit werden häufig zwei Aspekte durcheinandergebracht: die zutiefst formalisierten Aspekte - wer ist wahlberechtigt - einerseits und ein breiteres Verständnis von Zugehörigkeit andererseits.

Worin besteht Letzteres?

Dazu zählt der Besitz von Rechten, wie politische Aktivitäten, kollektive Identitäten, aber auch


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