Kommentar

Wer braucht Kulturpolitik?

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

Nicht sonderlich ambitionierte Kabarettisten würden vielleicht sagen: Kulturpolitik kann es gar nicht geben - weil es in der Politik keine Kultur gibt. Ha, ha, ha! Doch Scherz beiseite: Auch wir vom Feuilleton haben mit dem Begriff so unsere Probleme.

Wie alle Menschen, die sich für Kunst und Kultur interessieren, ist uns die Kulturpolitik im Grund ziemlich wurscht - solange wir ausreichend mit Lesestoff, Filmen, Ausstellungen, Konzerten und Theateraufführungen versorgt werden. Wir kümmern uns also nur dann um Kulturpolitik, wenn wir mit dem Angebot nicht mehr zufrieden sind. Dann rufen wir nach kuturpolitischen Maßnahmen - und wundern uns dann ein bisschen, wenn die auch nichts an der Misere ändern können. Was nützt die beste Kulturpolitik, wenn es keine besseren Künstler gibt? (Ein anschauliches Beispiel dafür ist die Wiener Theaterreform, die das Wiener Theater - jedenfalls bisher - auch nicht besser gemacht hat.)

Auch neue Kulturpolitiker werden vom Feuilleton gern zum Anlass

  507 Wörter       3 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige