Omi, Opa, Hakenkreuz

Maya Mckechneay | Kultur | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

FILM Die Scham der dritten Generation: In "The End of the Neubacher Project" setzt sich Marcus J. Carney mit dem Nazierbe seiner Familie auseinander.

Auf Marcus Carneys Homepage zum Film, www.neubacherproject.com, kann man sich Schwarzweißfotos herunter laden, die als Zeitdokumente im Film vorkommen. Eines zeigt eine kleine Gruppe auf einem Balkon. Die Männer tragen NSDAP-Parteiabzeichen und Uniformen verschiedener Dienstgrade, in der Mitte steht eingehakt und lächelnd ein Brautpaar. Es ist aber weniger die Hochzeitsszene, die das Bild dominiert, als vielmehr die überdimensionale Hakenkreuzfahne, die von der Balustrade flattert. Mit "OMI-OPA-BALKON.jpg" ist die Fotodatei benannt.

"Ein familiäres Projekt ist nie abgeschlossen", sagt Regisseur Marcus J. Carney, dessen Film "The End of the Neubacher Project" mit der Geschichte der Familie mütterlicherseits auch Aufstieg und Fall der Nationalsozialisten in Österreich dokumentiert. "Ich habe den Film als Filmstudent begonnen. Damals hab

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