Tanz die Frankfurter Küche

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

MUSIK Robert Rotifers neues Album bestätigt seinen ausgezeichneten Ruf als Songwriter. Neu ist: Man kann jetzt auch dazu tanzen.

Glaubt man dem liebsten Sinnspruch poptheoretischer Intellektuellenfeindlichkeit, so ist über Musik zu schreiben dasselbe wie über Architektur zu tanzen. Robert Rotifer ist bereits berufsbedingt davor gefeit, diesen Blödsinn zu unterschreiben. Der in England lebende Wiener ist zwar kein Experte in Sachen funky Architektur, aber ein auch Falter-Lesern bestens bekannter Popschreiber.

In seiner Zweitidentität als Singer/Songwriter hat Rotifer die Sache mit der Architektur und dem Tanzen soeben auf charmante Art dialektisch gelöst. "The Frankfurt Kitchen", das markanteste Stück seines vierten Albums "Coach Number 12 of 11", ist ein akustisches Denkmal für die österreichische Architektin Margarete Schütte-Lihotzky (1897-2000). Ein Denkmal aber, das nicht bestaunt, sondern betanzt werden möchte, erinnert die eingängige Ausgelassenheit des Liedes doch an die


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige