Ohren auf

Leise Laute

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

Von wegen die CD ist tot! Höchst lebendig wirkt zum Beispiel die Edition Alte Musik des ORF. Nicht nur aufgrund ihres beeindruckenden Veröffentlichungsrhythmus - über hundert Titel sind seit 1996 erschienen -, sondern vor allem, weil ihr Herausgeber Bernhard Trebuch damit entscheidend zum Aufschwung der österreichischen Alte-Musik-Szene beigetragen hat.

Gleich drei Alben der jüngsten Zeit gelten im weiteren Sinn der Laute. Nach dem Vorbild von Stings Dowland-Hommage "Songs from the Labyrinth" gestalteten die Lautenistin Christina Pluhar und der Sänger Marco Beasley ein ganz ähnliches Programm: "Dowland in Italia" verknüpft Briefzitate von der Italienreise des englischen Renaissancekomponisten mit dessen Songs. Den Pop-Appeal von Stings rauchiger Stimme kann Beasley freilich nicht bieten, was der Wirkung des Albums aber keinen Abbruch tut.

Eine interessante Entdeckung machte Hubert Hoffmann im Archiv von Stift Klosterneuburg: eine in Tabulaturschrift verfasste Sammlung von Arien, Lamenti,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige