Nüchtern betrachtet

Ich will meinen alten Stoffwechsel zurück

Kultur | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

Die Hälfte meines Freundeskreises nimmt mittlerweile die Dienste einer Ernährungsberaterin in Anspruch. Das ist natürlich bloß eine poetische Behauptung, die, ins Alltagssprachliche rückübersetzt, nichts anderes bedeutet als: Die Hälfte meines Freundeskreises sollte eigentlich die Dienste einer Ernährungsberaterin in Anspruch nehmen. Warum? Weil die alle Harnsäure- und Gamma-GT-Werte haben, als wär rund ums Jahr Fasching. Andererseits sind ihre Bücher- und Weinregale bestens gefüllt, an Geld und Jahren herrscht kein Mangel - und irgendwer muss den Dienstleistungssektor ja am Brummen halten! Ich kann mir keine Ernährungsberaterin leisten, weil ich seit neuestem einen Podologen habe (bis zum Proktologen vulgo Popscherldoktor dauert's hoffentlich noch ein paar Jahrzehnte), weswegen meine Füße seit Jahresbeginn in einem Paar goldbarrenschwerer und -teurer Schuhe mit mundgeblasenen Einlagen stecken, durch welche die fehlernährungsbedingten Haltungsschäden korrigiert werden sollen.


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