Klage gegen ÖBB

Aufstand der Architekten


Florian Klenk
Stadtleben | aus FALTER 03/08 vom 16.01.2008

Die ÖBB plant eine "BahnhofCity" beim heutigen Südbahnhof - und schon tobt ein exemplarischer Streit, der Brüssel erreichen könnte. Denn anders als vom Bundesvergabegesetz vorgesehen, hat die ÖBB-Immobilienmanagement GmbH das Projekt nicht europaweit ausgeschrieben, sondern nur acht Architekten zu einem Wettbewerb eingeladen. Die ÖBB handelte so, als ob sie ein privater Bauherr sei, der sein Geld nach Belieben ausgeben dürfe.

Doch die Bahn, so moniert nun eine Gruppe von fünfzig internationalen und österreichischen Architekten, steht mit all ihren Tochterfirmen im öffentlichen Eigentum. Daher muss sie ihre Projekte auch an einem öffentlichen Markt ausarbeiten lassen. Öffentlich - das bedeutet in der EU europaweit. Der Sinn dieser Regelung: Gleichbehandlung aller EU-Bürger, fernab von Provinzialismus und Freunderlwirtschaft.

Die Architekten brachten, wie der Standard berichtete, eine Beschwerde beim Wiener Bundesvergabeamt ein. Schon die Namen der Büros versprechen einen harten

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