Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 04/08 vom 23.01.2008

Dass Wien Wien bliebe, ist bekanntermaßen eine gefährliche Drohung. Unternimmt wer was dagegen? Aber sicher - wir! Wir wollen nämlich, dass die Welt besser wird. Und weil das aus Gründen der Logistik (Stichwort: Raum-Zeit-Kontinuum) am einfachsten ist, wollen wir damit in Wien beginnen. Nun ist Wien natürlich nicht schlecht. Wollten wir das behaupten, würde just wieder alles beim Alten bleiben, denn das Schlechtreden hat der Wiener ja zu hoher Virtuosität gebracht. Klar, das Murmeltier magert ab, der Schneehase muss seinem erdbraunen Vetter weichen, der Borkenkäfer frisst die Alpen und die Gottesanbieterin die Wiener Innenstadt, wie Nina Horaczek in ihrer Recherche über die Folgen des Klimawandels nachweist (siehe Seite 14), aber das betrifft uns Wiener nur zum Teil, und wir halten auch dagegen. Tex Rubinowitz, Wahlwiener und Falter-Zeichner seit dem Staatsvertrag, ist zum Beispiel für die restlose Ersetzung der Hunde und Tauben durch Eichhörnchen und Elstern sowie drakonische


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