In der Abseitsfalle

Vorwort | Barbara Tóth | aus FALTER 04/08 vom 23.01.2008

KOMMENTAR Worüber Österreich im Jahr 08 diskutieren müsste - abseits von Fußball und Hitler.

Das Jahr der magischen Acht wurde es schon genannt, das Gedenkjahr 2008. Tatsächlich lassen sich im "kurzen zwanzigsten Jahrhundert", wie der britische Historiker Eric Hobsbawm die Jahre zwischen 1918 und 1989 nennt, viele Schlüsseldaten finden, die auf acht enden. 1918: Das Ende des Ersten Weltkrieges. 1938: Der Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland, der Einmarsch der deutschen Truppen in die Tschechische Republik und die von den Nazis euphemistisch genannte "Reichskristallnacht". 1948: Der Beginn des Marshallplans für Nachkriegseuropa und die Gründung des Staates Israel. Dann 1968: Das Jahr, das zur Chiffre von revolutionären Jugendbewegungen in der ganzen Welt wurde. Bedeutsame Achterjahre gibt es auch weiter zurück in der Geschichte. 1848, das Jahr der bürgerlichen Revolution, etwa. Oder 200 Jahre zuvor, 1648, der Westfälische Frieden, mit dem jene Weltordnung entworfen wurde,


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