Und nie mehr grüßt das Murmeltier


Nina Horaczek

Politik | aus FALTER 04/08 vom 23.01.2008

UMWELT In Brüssel streiten Europas Politiker über strengere Gesetze zum Klimaschutz. In Österreich kommen Tiere und Pflanzen schon jetzt ins Schwitzen.

Aus Maikäfern werden Aprilkäfer. Möwen umkreisen die Alpen, am Grundlsee kreischen sie über Fischerbooten. Dem Bär wird sogar im Winter in seiner Höhle zu warm. Österreich wird wärmer - die Natur spürt es schon.

Nun plant die Europäische Union einen neuen Anlauf gegen den Klimawandel. Am Mittwoch präsentiert die EU-Kommission ihre Klimaschutzpläne. Bald sollen Industriebetriebe für jedes Gramm Kohlendioxid, das sie in die Luft blasen, zahlen. Bis 2015 sollen verbindliche Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Autos gelten. Auch die Lastverteilung der EU-Klimaziele auf die einzelnen Mitgliedsstaaten soll neu beschlossen werden. Ziel ist, den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 im Vergleich zu 1990 um zwanzig Prozent zu reduzieren. Werden diese Maßnahmen die Erderwärmung stoppen können? Was bedeutet der Klimawandel für heimische

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