Licht an für die Feinde

Kultur | Anton Holzer | aus FALTER 04/08 vom 23.01.2008

HISTORIE Das Heeresgeschichtliche Museum verabschiedet sich von der Siegergeschichte.

Das Heeresgeschichtliche Museum (HGM) ist das einzige große Wiener Museum, das nicht nur den Sprung ins 21., sondern sogar den ins 20. Jahrhundert verpasst hat. Eigentlich müsste man es zusperren. Dabei ist das 1891 aus einem Waffenlager (dem Arsenal) geschälte k.u.k Museum doch erst am 24. Juni 1955 "ganz neu" eröffnet worden - wohl nicht ganz zufällig ein paar Wochen nach Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrags. Endlich war man wieder so frei, an die Waffentaten der eine Zeitlang verpönten Habsburger anzuknüpfen.

Heute liefert das HMG Munition für Waffennarren und ist mit seinen unkritischen Heldengeschichten heillos veraltet. Weil wir das kolossale Gebäude am Südbahnhof aber nicht so einfach verriegeln werden können, bauen wir die ständige Schau um und eröffnen das Museum mit "Die andere Seite des Krieges" neu. Die Feldherrnhalle, der prunkvolle Eingangsbereich des Museums, liegt


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