Pottwalöl & Hundekot

Kultur | Elisabeth Limbeck und Hubert Weitensfelder | aus FALTER 04/08 vom 23.01.2008

TECHNIK Das Technische Museum widmet sich wieder der Warenkunde.

Unsere "Traum"-Ausstellung "Drachenblut und Quercitron" würde sich mit einer der vielfältigsten Kollektionen des Technischen Museums beschäftigen. Denn wo finden sich schon kaukasische Teeverfälschungen und abessinische Mimosenrinde, Pottwalöl und Methylblau, türkischer Hundekot und istrische Galläpfel alle unter einem Sammelbegriff vereint?

Die Warenkunde kam im 18. Jahrhundert als wissenschaftliche Handelskunde auf, in enger Verbindung mit dem kaufmännischen Schulwesen. Mustersammlungen wurden als Referenz für Kaufleute, aber auch zur wissenschaftlichen Analyse angelegt. Ziel der Warenkunde war nichts weniger als eine Systematisierung der materiellen Welt zum Zweck der gewerblich-technischen Nutzung. Rohstoffe, Halbfabrikate sowie Fertigwaren wurden im Hinblick auf Herkunft, Verbreitung, Bearbeitung, Maße, Qualität, Echtheit und Verfälschungen, Ersatz- und künstliche Produkte oder Preise untersucht und dargestellt.


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