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Kultur | aus FALTER 04/08 vom 23.01.2008

ROMAN

Martin Suter: Der letzte Weynfeldt

Endlich ein Diogenes-Buch, bei dem die Titelillustration unmittelbar mit dem Inhalt zu tun hat! Félix Vallottons Gemälde "Femme nue devan une salamandre" kommt im jüngsten Roman des Schweizer Bestsellerautors Martin Suter gleich zweimal vor: im Original und in einer zwar nicht für den Laien, sehr wohl aber für den Titelhelden identifizierbaren Fälschung. Adrian Weynfeldt, Adelsspross und Kunstexperte in sehr mittleren Jahren, soll das Gemälde für eine Auktion schätzen, wird in seinem seriösen und vorsätzlich gleichförmigen Lebenswandel aber doch etwas von der zwischen Suizid und Sektlaune oszillierenden Lorena abgelenkt, die als Model zwar auch schon bessere Tage gesehen hat, deren erotische Strahlkraft aber durch die stupende Ähnlichkeit mit Adrians früh verstorbener Exgeliebten nicht gerade gemindert wird.

Krimi-Plot und Schlusspointe sind solide Handarbeit, wären aber noch kein hinreichender Grund, die nächste Bahnreise just mit dem


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