"Nicht weiter tragisch"

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 04/08 vom 23.01.2008

THEATER Die Regisseurin Andrea Breth verlässt nach neun Jahren das Burgtheater. Vor ihrer vorläufig letzten Wiener Premiere spricht sie über das "Wallenstein"-Desaster und das Zerwürfnis mit Klaus Bachler, über Depressionen und Zigaretten.

Die deutsche Regisseurin Andrea Breth, 55, ist vielleicht die letzte "Klassikerin" ihres Metiers. Sie dekonstruiert und collagiert nicht, sondern bleibt stets nah am Text, dabei arbeitet sie aber so penibel und genau, dass einem auch bekannte Stücke manchmal wie neu vorkommen. Ihren Durchbruch hatte Breth 1984 mit "Bernarda Albas Haus" in Freiburg, Anfang der Neunzigerjahre war sie unter Claus Peymann kurz am Burgtheater engagiert, von 1992 bis 1997 war sie künstlerische Leiterin der Berliner Schaubühne. 1999 holte Klaus Bachler sie als "Hausregisseurin" an die Burg, wo sie seither 14 Stücke inszeniert hat. Breths Inszenierungen von Lessings "Emilia Galotti" (2002) und Schillers "Don Carlos" (2004) gehören zu den Höhepunkten der Direktion Bachler.


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