Nüchtern betrachtet

Ein sehr schlichtes Statement

Kultur | aus FALTER 04/08 vom 23.01.2008

Als ich vor vielen Jahren von meinem Chef dazu gezwungen wurde, Kästchen mit Selbsterlebtem zu füllen und - wie ich zu unser beider Verteidigung sagen darf - noch nicht jeder Hundebesitzer, Hobbykoch und Hersteller eigener Kinder automatisch auch Kolumnen schrieb, versuchte ich dieses noch nicht ganz so weite Feld mit eigenem Gemüse zu bepflanzen. In jenen Kreisen, die heute ihre Freizeit damit zubringen, über die Finanzierung des Bildungsweges ihres Nachwuchses von der Kinderkrippe bis zum Postgraduate-Studium nachzudenken, herrschte damals noch die Postmoderne. Da hatte man andere Probleme, beziehungsweise die anderen hatten Probleme - und zwar die falschen. Ein Großteil der Energien der Postmoderne wurde nämlich darauf verwandt, sich und den Rest der Welt davon zu überzeugen, dass der Rest der Welt ein völlig falsches, weil veraltetes Problembewusstsein hätte. Sagte damals jemand: "Ich hab ein Problem", kam der Postmoderne und sagte: "Hast du nicht. Dein einziges Problem ist,

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