Am Ende der Straße

Stadtleben | Rosa Winkler-Hermaden | aus FALTER 04/08 vom 23.01.2008

WOHNEN Am Wagenplatz in Simmering leben rund zwanzig Menschen in Bau- und Wohnwägen. Jetzt macht die Baupolizei Probleme.

Von der Bushaltestelle sind es noch fünf Minuten Fußweg. Das letzte Stück Straße ist nicht mehr asphaltiert. Es geht vorbei an Feldern und einem Gewächshaus, die Gegend wirkt verlassen. Ein rostiges Baugitter ist der Eingang zum Wagenplatz in Simmering. Es ist gatschig. Damit man nicht im Boden versinkt, haben die Leute, die hier wohnen, Bretter aufgelegt.

Vorbei an bunten Wohnwägen, am Küchenwagen mit Herd, Abwasch und Sitzecke, am Sanitärwagen, in dem sich Klos, Waschmaschinen und Duschen befinden, gelangt man zum "Platzcafé". In dem ehemaligen Gewächshaus stehen alte Couchen und eine Theke, an der Jacob, Lena und Xandi lehnen. Zwei Hunde liegen entspannt auf einem der Sofas, im Ofen knistert Feuer.

Seit knapp eineinhalb Jahren besteht der Wiener Wagenplatz. In Deutschland gibt es diese alternative Lebensform schon seit den Achtzigerjahren, Wagendörfer entwickelten


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