Spielplan

Kultur | Hermann Götz und Gregor Schenker | aus FALTER 04/08 vom 23.01.2008

David Greig ist heute ein Star unter den schottischen Dramatikern. Und die schottischen Dramatiker sind nach dem Wunder des englischen Dramas der Neunzigerjahre große Hoffnungsträger in Sachen Bühnen-Kult von der Insel. Für die deutschsprachige Erstaufführung von Greigs "Pyrenäen" (bis 20.3.) hat Cornelia Crombholz am Schauspielhaus einen eher ehrfürchtigen Zugang gewählt, der vorerst darauf setzt, den Text detailgetreu abzubilden. Zu zähen Akkorden eines wundervoll pathetischen Songs dreht sich die Bühne, darauf "Der Mann" (August Schmölzer), der sein Gedächtnis verloren hat. Hinter ihm auf die Kulissenwand geplottet ein fotografisches Pyrenäen-Panorama, das sich jedoch, sobald es dem Auditorium von der Rückseite gezeigt wird, in eine weiße Wand verwandelt: tabula rasa. Was hinter diesem Augenblick im Schnee der französischen Berge liegt, weiß Der Mann nicht mehr. Anna (Martina Stilp), die für das Britische Konsulat eruieren soll, ob der geheimnisvolle Pilger britischer


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