Mag Platter Ausländer?

Vorwort | Julia Ortner | aus FALTER 05/08 vom 30.01.2008

KOMMENTAR Die ÖVP gibt sich in der Zuwanderungspolitik pragmatisch. Doch hinter der Integrationsoffensive steckt geschicktes Kalkül.

Der gute Ausländer macht uns die Drecksarbeit und verschwindet danach zurück in die Heimat. Der schlechte Ausländer will hier auch einen ordentlichen Job und sein Zuhause haben. Diese einfache Vorstellung aus den späten Sechzigerjahren, als die Zuwanderer noch als dankbare Gastarbeiter ins Land kamen, hat sich bis heute bei vielen gehalten. Auch bei heimischen Politikern. Globale Wirtschaftsmärkte, offene Grenzen in Europa und thailändisches Essen für alle - sehr schön. Aber Österreich als Zuwanderungsland - weniger schön. Abgesehen von den Grünen traut sich kaum ein Spitzenpolitiker öffentlich zuzugeben, dass wir in einem klassischen Einwanderungsland leben.

Wenn die Fremden einmal da sind, kann man sie nicht mehr einfach ignorieren. Das haben Europas Politiker verstanden. In Österreich gibt sich die ÖVP pragmatisch und bringt jetzt mit ihrer


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige