Die brillanten Migranten

Ingrid Brodnig | Politik | aus FALTER 05/08 vom 30.01.2008

BILDUNG Sie sind jung, fremd - und hochbegabt. Doch der Aufstieg bleibt ihnen verwehrt. Das will eine ambitionierte Initiative endlich ändern.

Als Ara Karapetyan vor vier Jahren nach Österreich kam, konnte er nur wenige Brocken Deutsch. Heute wird der armenische Flüchtling von Bekannten "der Professor" oder "das Wunderkind" genannt. Er spricht neben Deutsch fünf Sprachen fließend. In seiner Freizeit liest der 17-jährige Asylwerber literarische Klassiker, von Molière bis Dürrenmatt, und hilft der Flüchtlingsbetreuerin Ute Bock als Übersetzer. Für Bücher oder Kulturprogramm bleibt in Aras Familie aber selten Geld. Als Asylwerber dürfen seine Eltern nicht arbeiten. Trotzdem konnte der Gymnasiast mit seiner Klasse Brüssel besuchen. Die Reise hat Start-Wien bezahlt. Die private Initiative fördert begabte Zuwandererkinder. Das ist bis jetzt in Österreich einzigartig.

Gute Noten, gesellschaftliches Engagement - damit können sich Schüler mit Migrationshintergrund bei Start-Wien

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