Presseschau

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 05/08 vom 30.01.2008

Von News und Österreich ist man ja in Sachen Volksaufklärung ohne Alarmismus einiges gewöhnt. Jetzt holt aber auch Der Standard auf. "Heer warnt: Attacken im Internet können das Land lahmlegen", stand vergangenes Wochenende auf dem Titelblatt. Ein Bundesheeroberst warnte den Standard vergangenes Wochenende exklusiv. "Warnung vor Cyber-War in Österreich", war dann der Titel des Artikels. Auf der Kommentarseite lautete die Botschaft sogar "Kriegsgefahr im Internet". Da wird prophezeit, wie schnell ein Land übers Netz in Aufruhr versetzt werden kann, wenn die Infrastruktur "von Stromnetz über Gas- und Wasserversorgung bis zu Handys, Verkehrsampeln und dem öffentlichen Verkehr" nicht funktioniert. "Die Folge ist Panik!", lautet die haarscharfe Conclusio. Und es wird über "Cyber-Warriors" beim Heer nachgedacht, denn die hat im Gegensatz zu Österreich sogar die neutrale Schweiz. Aber was war passiert? Stehen Osama Bin Ladens Cyber-Terroristen schon vor der Firewall des Bundeskanzleramts? Nein. Eigentlich gar nichts. Aber das verkauft sich eben nicht so gut.


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