Ausgerechnet Alaska

Michael Pekler | Kultur | aus FALTER 05/08 vom 30.01.2008

FILM Regisseur Sean Penn folgt in "Into the Wild" den Spuren eines Aussteigers, der wirklich existiert hat: Auf der Suche nach der Freiheit und sich selbst verliert Christopher McCandless allerdings sein Leben.

Von den wahren Tragödien berichten nicht die bekannten Reiseberichte von Marco Polo bis Alexander von Humboldt, sondern jene von denen, die nicht mehr zurückgekehrt sind. Man hat sie - ihre gekritzelten Notizen - in der Antarktis gefunden, wie jene von Robert Scott, oder in Alaska, wo der junge Christopher McCandless im April 1992 nach einer knapp zweijährigen Reise durch die USA ankommt, um den Traum von der großen Freiheit des Jahrhunderts nachzuleben - und diesen mit dem Leben bezahlt. McCandless war kein Pilger oder Forscher, sondern suchte - ein Kind seiner Zeit - die Terra incognita in sich selbst. Als er nicht mehr zurückkehrte, widmete sich der gewiefte Bestsellerautor Jon Krakauer seinen hinterlassenen Notizen und bereitete den Stoff massentauglich als großes Aussteigerdrama

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