Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 05/08 vom 30.01.2008

We Will Rock You Wo kommt die Musik her? Wieso singen sie schon wieder? Wo bleibt die Handlung? Wer im Musical sitzt und sich derartige Fragen stellt, muss aufpassen, nicht durchzudrehen. Denn rational lässt sich dem beliebten Genre kaum beikommen. Bei den Vereinigten Bühnen hatte die Queen-Revue "We Will Rock You" Wien-Premiere, eine internationale Koproduktion, die im Raimundtheater Station macht (wieso ein subventionierter Betrieb eine Tournee-Show mitproduziert, sollte man lieber auch nicht fragen). 21 Nummern der Bombastgiganten um den früh verstorbenen Sänger Freddie Mercury, eine Liveband, die viel Druck macht, und Hauptdarsteller, deren Stimmen glücklicherweise nicht Disneymusical-verseucht sind, rocken das Theater. Der Plot ist simpel, um nicht zu sagen gaga, immerhin wird keine Freddie-Mercury-Story erzählt. Vielmehr rettet ein tumber Tor die globalisierte Welt mit guter, alter (und auf "Planet Ebay" verbotener) Rockmusik. Dabei sieht man ungefähr so aus wie Songcontest-Kombos


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