Stadtrand

Weltstadt am Brett

Stadtleben | aus FALTER 05/08 vom 30.01.2008

Nun soll also die "World Edition" des Brettspiels Monopoly erscheinen. Der Name sagt schon, was sie vom Vorgänger respektive dessen österreichischem Pendant DKT unterscheidet: Monopoly lässt zeitgeistgemäß die nationalen Schranken fallen. In aller Welt soll künftig gekauft und vermietet werden. Vielleicht sogar in Wien. Denn unter 68 Bewerbern sollen jene zwanzig Städte, die es ins Spiel schaffen, per Onlinevoting ermittelt werden. Das fordert die hohe Stadtpolitik: "Wien darf am Monopoly-Spielbrett einfach nicht fehlen", sagt Vizebürgermeisterin Brauner und fordert Wien-Freunde zur Beteiligung auf. Schließlich geht's darum, den Weltstadt-Status quasi in offiziöse Sphären zu heben. Fragt sich nur, ob sich Wien gegen mächtige Konkurrenz wie London, New York oder Tokio durchsetzen wird können. Böse Zungen könnten sogar behaupten, dass es zwanzig Städte auf der Welt gibt, die dem Ausdruck "Weltstadt" eher gerecht werden als Wien. Daher die "Falter"-Wahlempfehlung: Lassen wir London, New York oder Tokio galant den Vortritt! Mariahilfer Straße, Kärntner Straße und Cobenzlgasse tun's schließlich auch. J. G.


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