Dichter mit Bildern

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 05/08 vom 30.01.2008

STADTMENSCH Der Fotograf Gerhard Trumler zählt zu den Doyens der heimischen Lichtbildkunst. Nahaufnahme eines Marathonmanns, der kürzlich seinen Siebziger feierte.

Trumler redet und redet. Trumler sitzt in einem Ohrensessel seiner Altbauwohnung nahe der Innenstadt, im Blick raumhohe Bücherregale, orchestrale Töne aus riesigen Boxen unterlegen das Selbstgespräch, ein Monolog wie ein Monsunschauer. Trumler, den man für Anfang sechzig halten könnte, der kürzlich aber siebzig wurde, spricht, unterbrochen nur vom Atemschnappen, über Karl May und Adalbert Stifter, Bruno Kreisky und Darth Vader; über seine Holzspielzeugsammlung und seine zwei Häuser im Waldviertel. Er sagt: "Ich fotografiere lieber Steine im Waldviertel, als in den, Seitenblicken' aufzutauchen." Er deklamiert: "Wo ich bin, ist oben. Auch wenn ich vielleicht nur ein kleines Oben bin. Das Kriterium für den Trumler ist der Trumler."

Der Trumler. Man kann den Fotografen Gerhard Trumler als Naturgewalt preisen und, zumindest


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