Hass gegen Hass

Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 05/08 vom 30.01.2008

ISLAM In Tunesien wird die Journalistin Sihem Bensedrine wegen ihres Kampfes für die Meinungsfreiheit verfolgt. Jetzt hat sie für ein Jahr Zuflucht in Graz gefunden. Ein Gespräch über Islamophobie und Extremismus, die Macht der Interpretation und die Verantwortung des Bürgers.

In ihrer Heimat Tunesien ist sie kein gerne gesehener Gast. Sobald Sihem Bensedrine das Land betritt, muss sie mit lästigen Polizeischatten rechnen, die sie auf Schritt und Tritt begleiten, ihre Telefongespräche werden abgehört. Präsident Ben Ali, seit mehr als zwanzig Jahren an der Macht, haben einen "Polizeistaat" errichtet, um die Gesellschaft zum Schweigen zu bringen, sagt sie. Unter dem Vorwand, den islamischen Fundamentalismus im Land zu bekämpfen. Die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin, Jahrgang 1950, hat diesen Polizeistaat am eigenen Leib erfahren. Für ihren Einsatz für die Meinungsfreiheit in ihrer Heimat, auch die der Islamisten, musste sie alle erdenklichen Schikanen durch das autoritäre


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