Bollwerk mit Zukunft?

Politik | Herwig G. Höller | aus FALTER 05/08 vom 30.01.2008

NAZI-KUNST Soll das "Bollwerk-Bild" im Rathaus abgehängt oder kommentiert werden?

Vor dem Erscheinen von "Bollwerk Rathaus" (Falter 03/08) hatte in der Politik niemand von der Naziprovenienz des im Rathaus hängenden Bildes "Graz zur Zeit der Türkenkriege", ehemals "Graz - Stadt der Volkserhebung, Bollwerk gegen den Südosten", gewusst. Selbst Bollwerk-"Chefideologe" Gerhard Kurzmann, FPÖ-Landeschef und ehemaliger Leiter des Stadtarchivs, der in seinen Reden stets über die große Bedeutung der Stadt in historischen Abwehrkämpfen schwadroniert, hatte den Wandteppichentwurf aus 1941 gar den 1880er Jahren zugeordnet.

Unter den linken Parteien in Graz, in Hinkunft im Gemeinderat in der Minderheit, werden nun aber aktiv Schritte überlegt. Sowohl die KPÖ als auch die Grünen traten sofort nach Bekanntwerden der historischen Zusammenhänge für eine Kommentierung des Gemäldes im dritten Stock ein. Lisa Rücker von den Grünen verweist auf die aus dem Jahr 1908 stammende, bereits kommentierte


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