Kunst kurz

Kultur | Ulrich Tragatschnig und Albert Kirchengast | aus FALTER 06/08 vom 06.02.2008

Am Anfang war der Impuls, ein körperlicher Zustand. Ihn übersetzt Ingrid Luschin dann in Bewegung, in die malerische Geste, die sich spontan am Blatt auswirkt. So entwickelt sich das Bild von einem Nukleus aus, setzt sich schrittweise zusammen, bis es stimmig ist. Schließlich geht die Künstlerin in ihrer Ausstellung in der Katholischen Hochschulgemeinde Graz (bis 29.2.) auch von Heraklits panta rhei aus. "Im Fließenden" sind die in Öl und Aquarell luftig gesetzten Farb-Denkräume übertitelt und lassen auch Luschins kunsthistorischen Bezugspunkt offensichtlich werden. Der liegt bei Max Weilers zart abstrakten Landschaften, die sich auch eher inneren, spirituellen Erlebnissen verdankten als gegenstandsbezogener Imitation. Was an Natur so nachgeahmt wird, ist mehr die Kraft, durch die sie wird, als ihr Erscheinungsbild.

Dem floral Naturwüchsigen dekorative Qualitäten abzugewinnen war zuletzt im botanisch recht begabten Jugendstil en vogue. Schaut man nur genau hin, offenbaren selbst


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