Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 06/08 vom 06.02.2008

Manches dauert in der Politik zwanzig Jahre oder auch länger. "Existenzsicherung: Gnadenakt oder Bürgerrecht" lautete der Titel eines Textes von Sonja Puntscher-Riekmann im Falter. Ausgewiesen wurde die Autorin als "wissenschaftliche Mitarbeiterin des Grünen Klubs". Sie schrieb:

"Ein neuer Geist weht über der Diskussion um den österreichischen Wohlfahrtsstaat und verkündet melodramatisch dessen Unfinanzierbarkeit. Unseriös jongliert er mit Einzelfällen von, Sozialschmarotzern' und macht sie im Handumdrehen zu volkswirtschaftlichen Eckdaten.

Der Sinn von Gespenstergeschichten war immer schon das Erregen von wohligen Schauern. Das Spiel mit der Angst vor ökonomischer und sozialer Armut ist allerdings kein politisches Konzept, sonder die Ausgeburt eines armseligen, fantasielosen, kurzsichtigen Krämergeistes. Die Krise des Arbeitsmarktes wird sich in der nahen Zukunft weiter verschärfen, nationale und internationale Daten inspirieren kaum Hoffnung: Wo neue Arbeitsplätze in nennenswertem

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