Garage statt Tempel?

Politik | Alexia Weiss | aus FALTER 06/08 vom 06.02.2008

AFFÄRE In Korneuburg kämpfen Bürger um eine ehemalige Synagoge. Sie fürchten, der Bau könnte zu einer Werkstatt umgebaut werden.

Gerhard Meseck ist aufgebracht: "Da steht eine Ruine, die 600 Jahre alt ist, und keine Sau kümmert sich darum." Vor rund drei Jahren hat der Mediendesigner die Arge jüdisches Leben im Bezirk Korneuburg mitbegründet. Derzeit kämpft die Arge mit einer Onlineunterschriftensammlung (http://meseck.at) gegen die Nutzung des Areals in der Rossmühlgasse als Werkstatt. Der Auslöser: Im Herbst 2007 brach der Eigentümer des 1980 unter Denkmalschutz gestellten Baus die historische Mauer auf und installierte ein Garagentor. Meseck sagt: "Er weiß wohl gar nicht, was er da hat. Für den sind das einfach Steine."

Meseck stört vor allem, dass sich die Politik für das Thema nicht interessiert. Vor Jahren habe die Gemeinde versucht, einen Grundstückstausch vorzunehmen, aber dem Vernehmen nach habe sie dabei "ungeschickt verhandelt". Der Korneuburger SPÖ-Bürgermeister


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