Piraten gehen nicht unter

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 06/08 vom 06.02.2008

DOWNLOADS Mit Hilfe des schwedischen Internetportals The Pirate Bay laden zehn Millionen User Filme und Musik herunter. Nun wird den Betreibern der Prozess gemacht. Es geht um einen Glaubenskrieg, aber auch um viel Geld.

Jeden Tag besucht Paul (Name geändert) die Webseite thepiratebay.org. Dort sucht er nach "Torrent"-Files. Diese öffnet er dann auf seinem Computer mit einem Downloadprogramm. Und schon startet die Verbindung: Fast 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche saugt der Biologiestudent Daten aus dem Netz - urheberrechtlich geschützte Daten. Paul ist das, was die Filmwirtschaft einen "Raubkopierer" nennt. Er selbst bezeichnet sich als "Filesharer". Wer in Pauls WG-Zimmer steht, erahnt sofort, dass er ein Internetpirat ist. Sein Computer ist mit dem Videobeamer verbunden. Im großen Regal stehen Hunderte selbstgebrannte DVDs. Keinen Cent hat Paul dafür gezahlt. Dem 28-jährigen Wiener imponieren die Betreiber von The Pirate Bay. "Es ist cool, was die sich trauen", sagt er.

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