Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 06/08 vom 06.02.2008

Alles cool auf dem Opernball - und keiner hat was davon gemerkt. Gut, die rote Box vor der Oper inklusive red carpet war ein zarter Versuch, den Provinzcharme des schrulligen Events aufzupolieren. Auch das sehr rote Kleid der neuen Ballmutti Desirée Treichl-Stürgkh war schick, die resolute Dame hat jedenfalls mehr Frische als die Lieblingstanzveranstaltung der Republik. Denn bei der ORF-Live-Übertragung war fast alles wie gewohnt - mit ein paar innovativen Peinlichkeiten. Wie dieser unsäglichen Fußball-Balletteinlage, die das Bild von Homosexualität in der Fußballwelt neu definierte - da schon bitte lieber die üblichen faden Ringeltänze. "Stars" wie Dita von Teese oder Teri Hatcher waren rar gesät, dafür wurde in den Gängen so brutal gedrängt wie immer. Zumindest brachten die Hintergrund-Ballanalysten Karl Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz noch etwas Witz in die dröge Party, aber den harten Job machen sie ja seit Jahren souverän. Unfreiwillig lustig war Moderationskanone Alfons Haider: Er redete seine neue Kollegin Claudia Stöckl unverdrossen mit dem Vornamen ihrer Schwester Barbara an.


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