Trotz und Trost

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 06/08 vom 06.02.2008

MUSIK Mit "Apparition" ist Christine Schäfer ein Ausnahmealbum in jeder Hinsicht gelungen. Ist es Trotz, mit dem uns Christine Schäfer hier so ernst entgegenblickt? Ist es Trost? Traurigkeit? Oder eine doch noch irgendwie mitfühlende Entrücktheit? - Stets haftet der deutschen Sopranistin der Reiz des ein wenig Rätselhaften an, in den Liedrollen und Opernpartien, die sie verkörpert, ebenso wie auf dem Titelfoto ihres neuen Albums "Apparition", für das sie sich von Laurent Monlaü im Hochzeitskleid zwischen den riesigen Wirbelknochen eines Dinosaurierskeletts ablichten ließ.

Es ist ein Album über die Liebe und den Tod. Ein Konzeptalbum, würde man sagen, wäre dieser Begriff in der werkfixierten Klassik gebräuchlich. Doch stimmig komponierte Liedprogramme sind noch immer die Ausnahme, und dieses hier ist es erst recht, vereint es doch aufs Gelungenste die Musik zweier Komponisten, die durch nicht weniger als drei Jahrhunderte voneinander getrennt sind - in deren freier Rhythmik und

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