Ohren auf

Mehr als Ethno

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 06/08 vom 06.02.2008

Eine junge Bulgarin und ein junger Ukrainer, beide mit einem Akkordeondiplom des Linzer Bruckner-Konservatoriums in der Tasche, tun sich zu einem Duo zusammen, nehmen eine Platte auf, mit der sie ihre "kulturellen Wurzeln reflektieren", und das Ergebnis klingt - eben nicht nach Balkanturbo mit voralpenländischen Gemütlichkeitseinsprengseln, sondern ganz und gar neu. Und aufregend.

Yova Drenska und Andrej Serkow heißen die beiden, ihr Duo nennen sie nach ihren Initialen DYAS und ihre erste Platte "Together" (zach-records.com). Vier Stücke darauf haben sie selber geschrieben, vier weitere steuerte der Komponist und Big-Band-Leader Christoph Cech bei. Mit stupender Virtuosität, gnadenlos ungeraden Takten und natürlich dem Klang des russischen Knopfakkordeons Bajan ist ihre Musik unüberhörbar von osteuropäischer Folklore geprägt; deren improvisatorische Elemente aber dienen DYAS als raffinierte Verbindung zu einem Jazz, der weit mehr ist als "Ethno". Solche Eigenständigkeit findet

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