Junge Römer tanzen anders

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 06/08 vom 06.02.2008

MUSIK/FILM Falco war ein außergewöhnlicher Musiker mit internationaler Strahlkraft. Thomas Roth hat seine Biografie zu einem gewöhnlichen österreichischen Film eingedampft.

Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Bei Thomas Roths Falcofilm trug dieser Schatten den Namen Robert Stadlober. Dieser würde den Wiener Achtzigerjahre-Popstar verkörpern, hieß es letztes Jahr bereits Monate vor Drehbeginn. Da Stadlober zwar ein toller Schauspieler ist, optisch aber keinerlei Ähnlichkeit mit Johann Hölzel mitbringt, klang das nach einer spannenden Versuchsanordnung. Der Kinojungstar nahm sich aber umgehend selbst aus dem Rennen. Er fühle sich der Herausforderung nicht gewachsen, letztlich auch einen vom intensiven Popstarleben gezeichneten Vierzigjährigen glaubwürdig auf die Leinwand zu bringen, lautete die offizielle Begründung. Gut möglich, dass Stadlober inoffiziell ganz einfach rechtzeitig ahnte, dass der Falcofilm eventuell ein bisschen ein Topfen würde.

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