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Benchen wir mark

Stadtleben | aus FALTER 06/08 vom 06.02.2008

Am heutigen Antworttrottoir wollen wir auflesen, wo "Cliffhanger" lauern und wo "Blockbuster", was "Grunge" ist und wie abgestanden das "Revival". Marken wir also Bench mit Geeks und Nerds im zweiten Public Viewing über hinniche Wörter: Cliffhanger und Blockbuster sind Anglizismen der Filmindustrie. Mit Cliffhanger (Klippenhänger) wird eine Szene beschrieben, in der ein Held über dem Abgrund hängt. Das muss nicht immer ein Alpenszenario sein, auch metaphorisches Klippenhängen ist beliebt und erhöht die Spannung auf die Fortsetzung - das "Sequel". Blockbuster nannten die Alliierten des Zweiten Weltkriegs häuserblocksprengende Fliegerbomben, das Showbusiness bezeichnet damit einen Film, der ganze Straßenzüge leerfegt. Grunge ist Gitarrenmusik auf schmutzig gehaltenem Niveau. Er begann in den Achtzigern in Seattle, prägte eine ganze Generation und endete am 5. April 1994 ebenda, wo sich Grunge-Prinz Kurt Cobain mit einer dreifachen Überdosis und einer Ladung Schrot ins Nirvana katapultierte. Ein Revival, Wiederauferstehung des Genres, steht noch aus. Die "Benchmark" (Bankmarke) ist der Standard, an dem - was auch immer - gemessen wird. Der Geek, der Geck mittelalterlicher Jahrmärkte, ist in der Computerindustrie als Streber tätig und im Gegensatz zum Nerd meist unbebrillt. Dieser Campusausdruck kommt von "knurd" (drunk, betrunken - rückwärts buchstabiert). Der Knurd verweigert im Gegensatz zum Drunk Party und Alkohol. Die Galionsfiguren der Computerbranche repräsentieren die beiden Typen auf hohem Niveau: Microsoft-Mogul Bill Gates ist ein Nerd, Apple-Chef Steve Jobs ein Geek. "Public Viewing" ist Tragikkomödie, die im öffentlichen Raum gratis auf Leinwände projiziert wird. Zum Beispiel Fußball-Europameisterschaftsspiele.


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