Die große Fu-Long-Verlade


Klaus Nüchtern
Stadtleben | aus FALTER 06/08 vom 06.02.2008

TIERE Nein, wie süüüüß! Der kleine Pandabub ist der Medienstar von Schönbrunn. Sehr professionell geht Fu Long mit dieser Rolle freilich noch nicht um.

Es gibt zwei, drei Themengebiete, auf denen ich in der Redaktion als Autorität anerkannt bin: Neben Filmen, in denen Timothy Spall einen Taxifahrer spielt, und Jazzplatten mit elektrisch verstärktem Fagott sind das zahnschmelzsprengend süße Tierbabies. "Machst du mir 4000 Zeichen Fu Long?", wandte sich Redakteur Wurmdobler in der Feng-Shui-Ecke des Falter an mich, als er sich gerade ein Kännchen Lapsang Souchong aufbrühte. "Die unterdrückte chinesische Sekte?!", antwortete ich entgeistert. "Nein, der kleine Panda.", "Ach, der / der kleine Pandabär", rappte ich retour. "Das ist ein kleiner Großer Panda / bring die Fauna nicht durcheinanda! / Weil: Der Kleine Panda wär / taxonomisch ein Problembär. / Man zählt ihn zu den carnivora / but, no prob, I'm writin' for ya."

Gerappt, getan - das samstägliche Scheißwetter ausgenützt:

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