Tier der Woche

Spaßlaberl

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 06/08 vom 06.02.2008

Am zweiten Neumond nach der Wintersonnwende - also heuer am 7. Februar - beginnt das chinesische neue Jahr, das 2008 unter dem Zeichen der Ratte steht. Das Image dieser Nagetiere ist in Europa seit dem Mittelalter völlig parterre, in der asiatischen Kultur hingegen, die nicht minder unter diesen Nahrungskonkurrenten zu leiden hatte, sieht man dies entspannter: Die diesen Tieren zugewiesenen Eigenschaften sind Fleiß, Ehrgeiz und Durchsetzungsfähigkeit. Negativ bilanzieren Neid, Angriffslust und Profitgier. Der Grund für diese unterschiedlichen Sympathien findet sich in den Religionen: Judentum, Islam und Hinduismus verbieten ausdrücklich den Verzehr von Ratten und auch das Alte Testament stuft diese Nager als unrein ein. Ratten rangieren in unserer Kultur daher noch weit hinter Insekten, Regenwürmern und anderem "Ungeziefer". Als ultimativer Nahrungsmittelgau wird die heimliche Beimischung von Rattenfleisch empfunden, ein urbaner Mythos ("Rattenzahn im Hamburger"), der regelmäßig

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