Der Alltag des Inneren

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 07/08 vom 13.02.2008

CAUSA HAIDINGER Der oberste Kriminalist des Landes schildert Intrigen, Verrat und Vertuschung im schwarzen Innenministerium. Seine Enthüllungen lassen den Staatsanwalt kalt. Riskiert die SPÖ die Koalition?

Herwig Haidinger, Österreichs mächtigster Kriminalist, packte also aus. Was aber sagt die Justiz zu den Enthüllungen des abgesetzten Chefs des Bundeskriminalamtes? "Sorry", sagt ein Staatsanwalt, "aber strafrechtlich ist da nicht viel dran." Sollten keine weiteren Beweise folgen, "werden wir den Fall bald schließen". Nur an ein paar Nebenfronten werde vermutlich weiter ermittelt.

Vergangene Woche, bei seinem Abgang, schilderte Haidinger dem Innenausschuss des Nationalrats Intrigen, Pannen und Interventionen jenes Hauses, dem er selbst diente: des Innenministeriums. Der Grüne Peter Pilz hatte auf Haidingers Auftritt gedrängt, und er veröffentlichte dessen Material. Seither spricht die Republik von "Großkorruption".

Doch schon wird sichtbar, wohin die Justiz in der Causa Haidinger


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