Das Geld des bösen Geistes

Politik | Árpád Hagyó | aus FALTER 07/08 vom 13.02.2008

JUSTIZ In einem symbolträchtigen Prozess fordern die Wiener Opfer des Terroristen Abu Nidal Wiedergutmachung aus dessen Nachlass.

Der Wiener Daniel L. (Name geändert, Anm. d. Red.) kann Silvester nicht leiden. Der Jahreswechsel sorgt bei ihm stets für schlaflose Nächte. Die Knallerei frischt fatale Erinnerungen auf, und zwar an den 29. August 1981: Gemeinsam mit Vater und Bruder hatte er an diesem Sabbat kurz nach 11 Uhr die Synagoge in der Seitenstettengasse verlassen. Er schritt die Stiege an der Ruprechtskirche im ersten Bezirk hinunter, als plötzlich Schüsse fielen.

Nun kommen die Erinnerungen zurück. Denn Daniel L. will Entschädigung für die seelischen und physischen Qualen, die er damals erlitt. Und zwar von der Terrororganisation, deren Millionen wahrscheinlich in Österreich liegen - und vor acht Jahren eingefroren wurden. Eine Wiener Staatsanwältin versucht in einem langwierigen Prozess das Geld im Namen der Republik zu beschlagnahmen. Opfer wie Daniel L. hätten dann gute


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