Abu Nidal in Wien

Zeit des Terrors

Politik | aus FALTER 07/08 vom 13.02.2008

Groß waren die Zweifel, als arabische Medien im August 2002 meldeten, Sabri al Banna alias Abu Nidal (arabisch "Vater des Kampfes") sei tot. Gerüchte über sein Ableben und darauffolgende Dementi waren typisch für Abu Nidal. Dass damals zwei bewaffnete irakische Agenten die Wohnung Abu Nidals in Bagdad stürmten und den 65-Jährigen mit vier Schüssen liquidierten, steht heute fest. Diktator Saddam Hussein hatte Abu Nidal Unterschlupf gewährt, sich dann aber von ihm bedroht gefühlt. Irakische Offizielle warfen ihm "geheime Kontakte zu Ausländern, wahrscheinlich aus Kuwait" vor. Laut "offizieller Version" der Bagdader Behörden beging Abu Nidal "Selbstmord".

Jahrzehntelang hatte Abu Nidal blutige Terrorgeschichte geschrieben - als "Bin Laden seiner Zeit", wie US-Terrorexperten es formulieren. Seine Organisation ANO verübte ab 1974 Attentate in zwanzig Staaten mit 650 Verletzten und 280 Toten. Darunter der Mordanschlag auf Wiens Stadtrat Heinz Nittel am Morgen des 1. Mai 1981. Vier


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