"Man wollte überleben"

Politik | Eberhard Fechner | aus FALTER 07/08 vom 13.02.2008

NS-VERBRECHEN Heute schweigt die Wiener KZ-Wärterin Erna Wallisch über ihr Leben. Das war nicht immer so. Auszüge aus einem historischen Gespräch mit

Dieser Tage brennt kein Licht bei Erna Wallisch. Die ehemalige KZ-Wächterin aus Majdanek (der Falter berichtete) scheint ihre Wohnung in der Schiffmühlenstraße in Wien-Kaisermühlen verlassen zu haben. Während die Wiener Staatsanwaltschaft den Fall aufgrund neuer Zeugenaussagen wieder geöffnet hat, nimmt Wallisch selbst nicht Stellung zu ihrer Vergangenheit.

Der mittlerweile verstorbene deutsche Regisseur Eberhard Fechner arbeitete acht Jahre lang an der dreiteiligen TV-Dokumentation "Der Prozess". Für den ausgezeichneten Film über den Düsseldorfer Majdanek-Prozess (1975-1981), in dem 15 KZ-Wärter angeklagt waren, setzte sich auch Erna Wallisch am 15. Juni 1980 drei Stunden lang vor die Kamera.

Sie erzählte damals erstaunlich offen über ihrer Kindheit, ihre Arbeit als KZ-Wärterin und ihre Sicht der Dinge nach 1945. Von dem Gespräch,


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