Wienzeug

Politik | aus FALTER 07/08 vom 13.02.2008

Stenzel und unsere Pornografie Gestern noch Symbol des Aufbruchs, und schon heute Omen des Niedergangs: Die nackte Brust, sie hat es nicht leicht. Aber sie steht nun einmal für mehr als nur sich selbst. Im öffentlichen Auftritt ist sie sozusagen Lackmus gesellschaftlicher Zustände. Es braucht keine Alice Schwarzer, um zu ahnen, dass mit 14-Jährigen, die ihre Sexualität wie Monstranzen vor sich hertragen, um von Gleichaltrigen eben daran gemessen zu werden, irgendwas nicht stimmt. Nun vermag man sich ungefähr auszurechnen, was sich Ursula Stenzel über öffentlich zelebrierte Sexualität denkt. Was die VP-Bezirksvorsteherin vom Leid der Brust hält, wollen wir trotzdem wissen. Vielleicht traut sich der Schauspieler Hubsi Kramar ja danach zu fragen. Und noch mehr. Mit ihm diskutiert sie nächste Woche die Frage: Ist unsere Gesellschaft pornografisch?

Mittwoch, 13. Februar, 22.30 Uhr,

Rote Bar im Volkstheater, Neustiftgasse 1, 7.

Putin und seine Demokratie Man kann vom russischen Präsidenten Wladimir Putin halten, was man will, nur bloß nichts Gutes. Nach acht Jahren seiner Regentschaft ist die Pressefreiheit im Land mit Ketten verziert, Oppositionelle sitzen im Gefängnis, und sollte die Ukraine nicht bald zur russischen Vernunft kommen, wird sie frieren. Dass der Kreml den Energiekonzern Gazprom unverblümt als Instrument polternder Außenpolitik einsetzt, wissen selbst Brigitte-Leserinnen. Frei nach dem Motto "Der Kaiser ist tot! Lang lebe der Kaiser!" bastelt Putin derzeit daran, den Thron nach den Präsidentenwahlen mit sich nehmen zu können. Wie geht es den Russen selbst dabei? Und wie wird es ihnen nach dem fingierten Machtwechsel gehen? Die Slawistin Elisabeth Herscher weiß Antwort und gibt sie unter dem Titel "Russland - gestern, heute, morgen".

Dienstag, 19 Februar, 22.30 Uhr,

Hotel Imperial, Kärntner Ring 16, 1.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige