Presseschau

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 07/08 vom 13.02.2008

Was die Deutschen über uns Österreicher denken, wissen wir ja genau. Wir kennen die deutsche Psyche aus zahlreichen Fact-Finding-Missions an die italienische Adria zur Genüge. Aber dass selbst die Berliner TAZ das nachbarschaftliche Klischeespiel in einer Qualität bedient, neben der sogar die Bild verblasst, überrascht. In einem Special zum zehnten Todestag von Falco schreibt Jan Fedderson über unsere Musiklegende: "Auf den ersten Blick: ein Kotzbrocken." Stimmt soweit. Aber was danach kommt, ist echt daneben. "Typisch austriakisch. Marke: Herrenmensch und Lautsprecher." Kein Vorurteil, das die TAZ nicht bedient: Falco ist der späte Habsburger, und wie alle Österreicher einer, der immer zwei Spuren zu laut spricht (und das schreibt ausgerechnet ein Deutscher!), und dass es im heimischen Pop vor Falco nur "schrammelte", versteht sich von selbst. Hey, ihr Saumagenesser: 2013 habt ihr euer Musikjubiläum. Da gibt es nämlich die ersten zehn Jahre ohne Modern Talking zu feiern. Wir freuen uns schon auf die Revanche!


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