Welt im Zitat

Kultur | aus FALTER 07/08 vom 13.02.2008

You've got a friend

Schön, solche Freunde zu haben. Schön und verpflichtend. Freunde, die einem vertrauen. Freunde, die wissen, wohin sie sich wenden, wenn sie sich schützen wollen: speziell gegen solche, denen sie mit Grund misstrauen.

News über Anna Netrebko, die dem Magazin über ihren Manager ausrichten ließ, dass sie schwanger ist.

Lasst Anna in Ruhe!

Wir wollten natürlich wissen, ob sie schon auf den "Schnitzel mit Schlagobers"-Geschmack gekommen ist, ob ihre Stimmung gefährlich schwankt, wo sie ihre Umstandskleider kauft und ob sie Angst davor hat, dass ihre Karriere einen Knick bekommt. Anna war so freundlich und trat sogar mit uns in Kontakt, beantwortete Fragen über ihr aktuelles Filmprojekt "La Bohème". Details über ihr Befinden sparte sie in ihren Antworten vornehm aus.

News umschreibt vornehm, dass Anna Netrebko im Interview kein Wort über ihre Schwangerschaft sagt. Aber es wird noch vornehmer:

Im Grunde hat die Netrebko ja Recht. Eine Schwangerschaft ist die intimste Sache im Leben einer Frau. Und nur weil die Frau zufällig ein Opern-Superstar ist, hat sie trotzdem ein Recht darauf, in Ruhe schwanger zu sein. Das haben wir zu respektieren und respektieren es auch.

Okay, und wo ist der Haken?

Spätestens wenn das Kind da ist, wird sich Anna wieder bei uns melden.

Das klingt wie ein Befehl. Aber was macht News da so sicher? Ach ja:

Fairness macht sich im Journalismus immer bezahlt.

Schwarzes Loch

Die Moldau schickt aus der Tiefe ihre tödliche Feuchte. (…) Ich scheine ein schwarzes Loch zu sein, dessen Gravitation alle Schrecken des Eises und der Finsternis anzieht. Diese meteorologische Empfindung hatte damit zu tun, dass ich grad benommen war.

Helmut A. Gansterer berichtet im Red Bulletin über eine offenbar abenteuerliche Prag-Reise.


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