Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 07/08 vom 13.02.2008

Other than Yourself Ein Mann kauert am Boden einer Arena und hantiert mit undefinierbaren Objekten. Auf einmal ein Knall, eine große Staubwolke und herbeilaufende Helfer. Im Zuge einer Schaffens- und Drogenkrise Anfang der Achtzigerjahre brachte Dennis Hopper Dynamit in unmittelbarer Körpernähe zum Explodieren. In der Ausstellung "Other than Yourself" bei Thyssen-Bornemisza Art Contemporary wird diese Aktion als 16-mm-Film neben Bildern auf eine Leinwand projiziert. Der Hollywoodstar wollte sich mit der Performance anscheinend selbst in die Luft sprengen; später verkündete der unverletzte Grenzgänger seine Rückkehr in die Malerei.

Denkbar weit gestaltet sich das Ausstellungsthema, das laut Subtitel "Untersuchungen zwischen Innen- und Außenraum" versammelt. Kunstmarktrenner wie Cindy Sherman, Maurizio Cattelan oder Roman Signer treiben ihr altbekanntes Spiel mit Selbst- und Fremdwahrnehmung. Aber auch den hintersinnigen Projekten jüngerer Wiener Künstler wie Hans Schabus und Ján

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