Nüchtern betrachtet

Lasst uns einen Schlussstrich ziehen!

Kultur | aus FALTER 07/08 vom 13.02.2008

Diesmal möchte ich mein einziges Statement zur Fußball-EM loswerden oder vielmehr eine Forderung erheben: Die Ausstrahlung auch nur geringster Klangpartikel des Radiokommentars von Edi Finger zum Deutschlandmatch von Cordoba ist für den Rest des Jahrhunderts zu unterlassen. Zuwiderhandelnde werden zu zehn Jahren Zwangsarbeit als Outwachler bei den Spielen des FC Kärnten verurteilt. Mitbürger, Freunde, Österreicher - lasst uns aufhören damit. Es ist nur noch peinlich und albern. Ich schäme mich für meine Landsleute. Man muss auch wieder nach vorne schauen. Lasst uns also einen Schlussstrich ziehen und zur Kenntnis nehmen, dass wir dieses Land neu aufbauen und den Schutt der Vergangenheit wegräumen müssen, der wie ein Alb auf unseren Herzen und Hirnen lastet. Das infantile Festhalten an den Phantomfreuden historischer Ereignisse, die mittlerweile in völliger Bedeutungslosigkeit versunken sind, ist gesundheitsschädlich. Fußball spielt im emotionalen Haushalt der Nation keine


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