Der letzte Schrei

Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 07/08 vom 13.02.2008

GRAFIKKUNST Seit 15 Jahren überfordert "Le Dernier Cri" die Welt mit ästhetischem Störfeuer. Diese Woche wird im Forum Stadtpark geschossen.

Pakito Bolino und Caroline Sury sind nicht unbedingt das, was man Freunde der feinen Zwischentöne nennen würde. Seit inzwischen 15 Jahren zeichnen die beiden Künstler unter dem Label "Le Dernier Cri" für brutale Grafikattacken und ungefilterte Sinnesüberforderungen verantwortlich, die sie in Form streng limitierter Siebdruck-Bücher, rasant geschnittener Animationsfilme und roher Musikproduktionen auf die Welt loslassen. "Vomir des yeux" - "aus den Augen kotzen" - nennen sie diesen Prozess, und wer die Arbeiten von Sury, Bolino und anderen Grafikkünstlern, die sie über die Jahre zu einem losen Kollektiv um sich geschart haben, einmal gesehen hat, wird auch das noch für einen Ausdruck der Untertreibung halten.

"Bloodjob", "Mangaloid pornotopia", "Warsex" oder "Placenta Popeye" sind die Hefte und Künstlerbücher betitelt, die in liebevoller


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