Europa, sag was!

Vorwort | Lotte Leicht | aus FALTER 08/08 vom 20.02.2008

KOMMENTAR Die Fädenzieher des 11. September werden zur Rechenschaft gezogen. Doch die Prozesse sind menschenrechtswidrig.

Am 11. Februar haben die USA bekanntgegeben, sechs Guantanamo-Häftlingen den Prozess vor dem Militärtribunal zu machen. Unter den Beschuldigten: Chalid Scheich Mohammed, der vermeintliche Fädenzieher hinter dem 11. September 2001, und Mohammed al-Kahtani, der angebliche "20. Flugzeugentführer". Ihnen werden terroristische Verbrechen vorgeworfen. Bis auf eine Ausnahme wurden die Inhaftierten am 6. September 2006 von geheimen CIA-Gefängnissen nach Guantanamo verlegt. Berichten zufolge wurden alle sechs Verhafteten schweren missbräuchlichen Befragungen unterzogen, die in etlichen Fällen als Folter zu werten sind. In dem Prozess könnte sich das Militärtribunal auf Beweise stützen, die aus diesen Befragungen stammen. Ein Umstand, der voraussichtlich zu einem zentralen Streitpunkt in diesem Prozess werden wird. Die Vereinigten Staaten fordern für alle sechs Häftlinge


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