Ehret den Ziegel!

Politik | Robert Misik | aus FALTER 08/08 vom 20.02.2008

GESPRÄCH Mit seinem neuen Buch "Handwerk" hat der Soziologe und Zeitdiagnostiker Richard Sennett ein glänzend formuliertes Lob der manuellen Arbeit verfasst - und die Kritikerzunft verstört.

Richard Sennett ist unter den Sozialforschern ein "Big Shot" - so etwas wie die Stones im Rock 'n' Roll. Wenn ein zeitgenössisches Problem auftaucht, dann kommt Sennett und gibt ihm einen Namen. Das war Ende der Siebzigerjahre so, als er einer der Ersten war, der die fragwürdigen Seiten der Identitätspolitik aufspießte - "Die Tyrannei der Intimität" ist mittlerweile ein Klassiker. Ende der Neunzigerjahre folgte wieder ein Buch mit zeitdiagnostischer Wucht, dessen Titel bald zu einem geflügelten Wort wurde: "Der flexible Mensch" untersuchte, was unsichere Lebensläufe und die Drift von Projekt zu Projekt denn eigentlich aus den Subjekten mache. Jetzt hat der in Chicago geborene Wissenschaftler, der heute an der London School of Economics lehrt, ein neues Buch herausgebracht. "HandWerk" heißt


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